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Fotokunst

06.01. – Wallaga Lake

06.01. – Wallaga Lake

Boah, der Wecker spinnt wohl, mit mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reissen?! Ach nee, wir haben ja eine Mission heute morgen! Also raus aus den Federn und den Schlaf mit einem Kaffe vertrieben. Marc und Shaun sind auch schon auf den Beinen, Marc hadert aber noch mit dem Restalkohol, der ihm etwas zu hoch erscheint. Das Pustometer bestätigt seine Annahme und so warten wir noch eine ganze Weile bevor wir losdüsen. Offenbar ist die Polizei hier auch auf dem Wasser nicht zimperlich. Das Boot ist ein tolles, praktisches Alu-Angelboot von 4,30m. Mit 50 PS sind wir damit auch sehr souverän unterwegs. Ruck-Zuck sind wir an den gestern ausgelegten Krabbenfallen, die aber alle 3 leider leer geblieben sind. Schade, denn die haben sehr lecker geschmeckt. Also legen wir sie wieder aus und düsen weiter zu einer kleinen Insel. Dort versuchen wir unser Glück auf die „Flatties“ (Aussis kürzen ja alles ab). Shaun hat auch Glück und zieht einen ins Boot. A

Der Anfang ist gemacht. Im Wasser treiben ziemlich viele Quallen, die auch nesseln sollen. Also besser nicht über Bord fallen! Auf einem alten Baum auf der Insel sitzt ein Adler und sieht uns aufmerksam zu. Vielleicht wartet er auf seinen Anteil? Da muss er lange warten, denn es tut sich nichts mehr. Wir wechseln die Stelle und fahren zur Ecke an der Brücke, unter der die einsetzende Flut das Wasser in den „See“ rein drückt. Das sieht doch vielverprechend aus. Und richtig, wir schlagen noch 2 mal zu. Wieder Flatheads auf Gummifisch. Da zwischendurch mal raubende Fische an der Oberfläche platschen, wechsle ich zwischendurch mal auf einen Wobbler, was aber leider nichts bringt. Wäre toll gewesen, auch noch eine Makrele oder so was zu fangen. Aber gut, so ist es ja auch OK.

Gegen halb 10 fahren wir zurück, wo Nat und Nora schon beim Frühstückmachen sind. Sie haben die Ruhe offenbar genossen und lange ausgeschlafen.

Gegen 12 telefoniere ich mit dem Fahrer, der noch gut 120km vor sich hat. Das kann also noch dauern…. Wir überlegen, ob und was wir für die Umpack-Aktion schon vorbereiten können, beschließen es aber zu lassen, denn erst in Taschen ein- und dann gleich wieder auspacken, bringt ja nicht viel. Lieber räumen wir Schrank für Schrank rüber.

Gegen 15 Uhr trudelt das Austauschfahrzeug endlich ein. Endlich! Aber mhm, es ist ein Mighty Campers, und damit ein Downgrade. Interessant ist, dass das Fahrzeug ansonsten eigentlich relativ identisch ist (wenn man mal von dem wesentlich höheren Kilometerstand und dem recht „abgewohnten“ Bad absieht. Nicht ganz, was wir erwartet haben, aber immerhin sind wir demnächst wieder mobil. Der Rest wird sich schon regeln – „no worries“ … 😉

Scheisse, das Umpacken ist doch viel anstrengender und zeitraubender, als zunächst angenommen. Und der Fahrer ist irgendwie auch neben der Spur. Er jongliert mit mindestens 3 Handies rum und hadert mit seinen Sachen, die er wie ein echter Nomade in  einem Dutzend Plastiktüten mit sich rum trägt. Er ist ist offenbar ständig in ganz Australien unterwegs, um gestrandete Leihwagen einzusammeln. Dafür muss man echt geboren sein, denn die Call Center Heinis haben diesmal auch den Abschleppservice vermasselt, so dass die Jungs erst gegen 20 Uhr eintrudeln. Übrigens die mit Abstand brummeligtsten Aussies, die wir je gesehen haben. Die scheinen ihren Job echt nicht zu mögen. Macht nichts, denn so einen 4+ Tonner aufzuladen haben wir auch noch nicht gesehen. Das ist schon ein ganz schöner Trümmer. Wow! Aber jetzt wird‘s Zeit, um „Goodbye zu waven“ und nach vorn zu schauen.

Jetzt schmeissen wir erst mal den Grill an, bzw, brennen vorher ein paar Scheite Holz ab, das herrlich nach Eukalyptus riecht. Lecker! Nach einer guten Stunde und ein paar Bierchen 😉 legen wir die Hühnerbrüste auf den Grillrost und  schmieden Pläne für die nächsten Tage. Durch die Zwangspause müssen wir jetzt die nächsten Tage mal „ein paar Meilen machen“.