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Fotokunst

09.01. – Yarra Valley

09.01. – Yarra Valley

Nach einer gemütlichen und sehr ruhigen Nacht werden wir von den Rasenmähern geweckt. Was ist denn hier los? Ach so, wir stehen ja neben einem Golfplatz und da gibt es eine Menge Rasen zu mähen… Wie überall in Australien kommt man sofort ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass der Rasenmähermann der ehemalige Präsident des Golfclubs war, der jetzt freiwillig Arbeitsstunden leistet und vor ein paar Jahren mehrere Monate durch Europa getourt ist.

Nach dem Frühstück satteln wir die Hühner und reiten weiter. Wir haben uns entschieden, den Wilson Promotory Nationalpark links liegen zu lassen und statt dessen doch noch mal kurz vor Melbourne in Richtung Murray River abzubiegen – National Parks haben wir jetzt wirklich jede Menge gesehen ;-). Die grobe Richtung lautet daher Echuca. Das Navi zeigt uns 450 km bis zum Ziel an. Auf dem Weg kommen wir mit einem kleinen Schlenker auch durch das Yarra Valley, ein weiteres sehr bekanntes Weingebiet der Aussies. Das klingt doch nach einem Plan, oder?

Unser Tom Tom ist hart im nehmen und will uns immer auf dem kürzesten Weg ans Ziel leiten. Nat ist mit der Wahl aber nicht so ganz einverstanden als der Weg immer schmaler und vor allem holpriger wird. Wir sind auf einer waschechten Gravel Road und werden ordentlich durchgeschüttelt. Nachdem ein Schild darauf hinweist, das die Strasse auf den nächsten Kilometern sehr gewunden ist und größeren Fahrzeugen nicht empfohlen wird, drehen wir vorsorglich um. Viele Wege führen nach Rom und in diesem Fall auch ins Yarra Valley. Auch diese Piste führt durch Saurier-Wälder mit großen Farnen und macht ne Menge Spaß!

In Healsville halten wir Ausschau nach der Touristinfo, finden sie aber nicht. Statt dessen folgen wir den Schildern zu einem Campingplatz und checken dort ein. Die Dame an der Rezeption gibt uns eine Karte, in der die ganzen Vineyards eingezeichnet sind. Nach einem kleinen Snack machen wir uns auf den Weg und besuchen zwei davon. Sie liegen idyllisch in den Hügeln und bieten einige leckere Tropfen. Natürlich stocken wir unsere Vorräte auf, damit wir die nächsten Tage nicht auf dem Trockenen sitzen (bzw. nur unser deutsches Bier trinken müssen…).

Leider hat es sich mittlerweile zugezogen und es beginnt zu tröpfeln, so dass wir wohl heute Abend doch wieder im Van essen, statt zu grillen.