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Fotokunst

13.01. – Great Ocean Road

13.01. – Great Ocean Road

Mann, über Nacht hat es sich zugezogen und es schüttet wie aus Kannen! Da haben wir aber mit unserem Ausflug zu den Goldwäschern gestern echt Glück gehabt. Heute wäre das sprichwörtlich ins Wasser gefallen…

Also düsen wir nach dem Frühstück weiter gen Süden, zur Great Ocean Road. Zumindest erst mal bis Torquay, der selbsterklärten Surfhauptstadt. Es schüttet immer noch, daher machen wir erst mal die Shops von Billabong, Quicksilver und Roxy unsicher. Natürlich fallen ein paar Sachen für uns ab, insbesondere in den Outletshops – wobei das dort nur bedingt Spaß macht. Ist eher was für Grabbeltischliebhaber… 😉

Zum Mittag gönnen wir uns ein paar Sushirollen und Nora schnabbuliert eine große Schüssel Reis. Eigentlich wollte ich ihr ein bisschen Wasabi untermischen, aber Nat hält mich von ab.

Weiter geht‘s gen Great Ocean Road. Es schüttet immer noch wie aus Kannen und so ist das Fahren auf der engen Piste in den Bergen etwas gefährlich. Wasser auf der Strasse und überall liegen herabgefallene Steinbrocken rum. Vor uns erwischt es eine Anfängerin, die von einem entgegenkommenden Fahrzeug, das in einer Kurve die Kontrolle verliert, torpediert wird. Glücklicherweise nur Sachschaden, aber der Verursacher gibt Gas und haut ab. Arschgeige!! Dann vor uns Blaulichtgewitter auf einem Parkplatz in der Kurve. Was ist denn hier los? Am nächsten Morgen hören wir im Radio die Auflösung: Ein Wanderer ist von einem herabfallenden Stein getroffen worden und hat sich böse an der Schulter verletzt. Das war wohl in der Schlucht unterhalb der Straße.

Die Gegend ist echt gigantisch: Rechts die steilen Felsen, links das schäumende Meer. Schade, dass die Sonne nicht scheint, denn das Wasser leuchtet so nur leicht türkis. Kaum vorstellbar, wie geil das bei schönem Wetter sein muß. Wir fahren noch bis Apollo Bay, besorgen im einzigen Supermarkt weit und breit noch Babymilch und versuchen einen Campingplatz zu bekommen. Überall Fehlanzeige, alles ausgebucht. F***! Einzige Chance ist ein paar Kilometer zurück in Skenes Creek. Dort stehen wir wie Ölsardinen auf unpowered Sites und zahlen unglaubliche 60 AU$, aber mangels Alternativen bleibt uns nichts Walter Ulbricht… Streng genommen ist das ´ne Abzocke, aber dafür stehen wir quasi direkt am Meer, das immer noch tobt und schäumt. Wir laufen zwar mal in einer kurzen Regenpause zum Strand und Nora hat ihren Spaß beim Vögelgucken, aber es ist echt ungemütlich. Also machen wir es uns in unserer rollenden Höhle gemütlich und brutzeln uns Steaks in der Pfanne. Lecker!