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Fotokunst

16.01. – St. Kilda

16.01. – St. Kilda

Ein letztes Frühstück und dann heisst es, die letzen Dinge zusammenpacken, bevor wir kurz vor 10 Uhr auschecken und die paar Kilometer zur Britzstation düsen. Komisch, heute macht die Elektronik vom Auto gar keine Mucken. Ist wahrscheinlich einfach zu kurz die Strecke…

Nach meinem Hinweis auf die verschiedenen Macken und den Hinweis auf meine Beschwerdemail werde ich vom „normalen“ Servicemenschen direkt an den Niederlassungsleiter verwiesen. Er läßt sich nochmal alles erklären, wiegelt ab, hört mir zu, diskutiert mit seinen Mechanikern, telefoniert mit dem Kollegen in Brisbane und lässt sich Zeit. „No worries“-Mentalität halt. Hier braucht man einfach Zeit. Wenn man mit so einem Anliegen und Zeitdruck im Nacken ankommt, hat man wahrscheinlich geloost – aber wir haben ja Zeit… Nach einigem Hin- und Her einigen wir uns schließlich auf Erstattung von 3 Tagen Miete für das Festsitzen nach dem Maschinenschaden und Anrechnung der Differenz zwischen dem gebuchten Britzvan und dem Mighty-Erstatzfahrzeug – in Summe über 800 AU$. Für beide Seiten sicherlich ein fairer Deal. Wir sind jedenfalls mit dem Resultat zufrieden.

Mit dem Taxi geht es dann zu unserem Apartment für die nächsten Tage in St. Kilda. Wow, das ist ja echt toll. Sehr stylish eingerichtet, ganz in Weiss. Bestimmt nicht so ganz praktisch mit kleinen Kindern, aber irgendwie cool!

Wir erobern erst mal unsere Umgebung. Die Gegend hier ist eine Mischung aus Alt und Neu, super modern und abgefuckt. Auch die Typen, die hier rumlaufen, sind eine krasse Mixtur aus Surfern, Hippies, Hipstern und Neureichen. Es macht schon einfach Spaß, in einem Straßencafé zu sitzen und die Szenerie vorbei streichen zu lassen.

Abends machen wir uns nochmal auf und laufen am Strand zur Promenade. Leider wird das heute nichts mit dem Sonnenuntergang im Meer, denn dafür sind einfach zu viele Wolken vor dem Horizont. Am Strand bläst der Wind aber gewaltig. Vorn im alten Caféhaus auf dem Jetty läuft eine Hochzeitsparty. Aber auch deren Gäste kommen im Dämmerlicht raus, um die Ankunft der Pinguine zu beobachten, die hier in der Steinpackung des Dammes nisten. Süß, aber auch ein bisschen komisch, denn der Menschenauflauf ist schon gewaltig. Leicht durchgefroren machen wir uns wieder auf den Weg nach Haus. Morgen ist ja auch noch ein Tag…