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Fotokunst

19.12. – Byron Bay

19.12. – Byron Bay

Da gestern das Wetter nicht so prall war (in der Nacht hat es wie angesagt, auch ordentlich geschüttet), beschliessen wir nach dem Blick auf das Wettergerücht doch noch einen Tag dran zu hängen. So können wir in aller Seelenruhe frühstücken und machen uns dann für den Beach fertig – sind ja nur ein paar Schritte vom Campingplatz. Die Sonne lacht, der Schweiß, das Meer glitzert Türkisgrün und die Wellen brechen regelmäßig – geil! So haben wir uns einen Aussi-Strand vorgestellt. Für Nora bauen wir wieder die Strandmuschel auf, aber eigentlich will sie da gar nicht drin sitzen, sondern im Sand rumspielen. Ist doch klar! Also bauen wir wieder Kleckerburgen und platschen in der Brandung rum. Das macht Spaß!

Obwohl die Wellen gefühlt kleiner als in Surfers sind, hat die „Raus-Zugs-Strömung“ doch erstaunlich viel Kraft, so dass es ganz schön anstrengend ist, in den Wellen zu baden. Aber es macht einen Heidenspaß! Nach gut 2,5 Stunden haben wir aber genug und packen ein. Wir wollen ja schließlich noch mehr solche Tage am Beach verbringen und nicht heillos verbrutzeln…

Nach einer kurzen Pause marschieren wir in die City, um unsere Vorräte aufzufrischen. Wohin? Na zum Aldi! Verrückt, oder? Die gibts offenbar überall… Aber immerhin, die Windeln kosten auch im Vergleich zu den anderen Supermärkten auch nur die Hälfte…

Mit dem Taxi lassen wir uns anschließend zum Leuchtturm bringen, der majestätisch über der Bucht thront. Immerhin sind wir am östlichsten Punkt von Australien! Der Blick von hier oben auf die verschiedenen Strände ist auch der absolute Hammer! Leider können wir doch nicht wie eigentlich geplant, mal eben von dort aus zu dem einen „Geheimtipp-Strand“, da wir mit dem Kinderwagen bei über 350 Stufen die Krise kriegen würden – wär zwar abwärts, aber auch nur in eine Richtung… 😉

Also schlackern wir gen City zurück, nehmen noch einen Abstecher in eine kleine Bucht, in der eine Flutschneise („The Pass“) einen Felsen vom Land abgetrennt hat. Hier ist ein Strandabschnitt, der besonders bei Einheimischen beliebt ist, und dessen Wellen gefühlt Ewigkeiten im 90° Winkel auf den Strand in der Byron Bay zulaufen – für Surfer geradezu ideal. Dementsprechend viele tummeln sich auch hier. Echt cooles Feeling.

Wir satteln die Hühner. denn schließlich wollen wir bei dem schönen Wetter heute noch den Grill anschmeissen. Aber zwischendurch müssen wir doch noch mal rasten, denn am Anfang der Byron Bay liegt traumhaft ein Café. Dort gönnen wir uns rasch 2 Bierchen, denn bis zum Ansturm auf die reservierten Tische um 18 Uhr bleiben uns gerade mal 20 Minuten. Egal, das Bier tut gut (Die entsprechende Frage der Bedienung lautet übrigens „Hey, how does the Beer get down, tonight?“ – cooler Spruch, oder?). So gestärkt sind die restlichen Kilometer bis zum Campingplatz ein Kinderspiel.

Wir kochen ein paar Kartoffeln, ein Stück Süßkartoffeln und Mais vor und marschieren dann vor zur Grillstation am Strand. Das ist echt schon eine geile Sache mit diesen Facilities. Anders als sonst sind die hier aber alles andere als sauber, daher brauche ich eine Weile, um eine der Platten wenigstens halbwegs akzeptabel hinzubekommen. Da rentiert sich doch der Kauf des „Multi Purpose Spatels“… Und schon brutzeln die Black Angus Würstchen! Wie eigentlich überall kommen wir beim grillen mit anderen ins Gespräch – die Aussies sind echt lässig. Da alle Tische besetzt sind und es eh zieht wie Hechtsuppe, marschieren wir wieder zu unserem Camper zurück. Hier sitzen wir im Windschatten und können ganz in Ruhe futtern. Leider machen die Black Angus Würstchen nicht all zuviel her. Da hätten wir doch lieber die Steaks nehmen sollen, aber probieren muss man es ja  – es lebe die Grillvielfalt!

Da für die Nacht wieder Regen angesagt ist, verstaue ich noch die Stühle und den Kinderwagen und dann geht‘s in die Waagerechte. Sonne, Wind und der Marsch haben uns müde gemacht…

PS: Auf vielfachen Wunsch haben wir nun auch ein paar mehr Bilder hochgeladen und in die Aussi-Gallerie eingestellt. Enjoy!