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Fotokunst

28.12. – Blue Mountains

28.12. – Blue Mountains

Oh Mann, ich habe mir heute Nacht vielleicht meinen blauen Zeh gestoßen! Mist, das tat ordentlich weh. Na zumindest ist also noch Leben drin…

Nat hat beim Frühstücken ein wenig mit den Nachwehen vom Bier zu kämpfen, aber nach einem Kaffe und etwas zu essen gibt sich das auch wieder. Leider ist das Wetter wieder nicht so prall, als das sich ein Ausflug zum Bondi Beach lohnen würde, also beschließen wir weiterzuziehen. Die Blue Mountains stehen auf dem Programm. Sind ja nur etwas mehr als 100km westlich von Sydney, sollte also auch gar nicht so lange dauern.

Vorher machen wir noch einen kurzen Abstecher zur örtlichen Britz-Station, um die Bettlaken und Handtücher zu tauschen und die Gasflasche aufzufüllen. Wie sich herausstellt, ist das wohl eigentlich nur bei (dem teureren) Maui-Programm enthalten, aber aus Kulanz lassen sie es auch bei uns durchgehen (wobei ich mir recht sicher bin, dass wir das eigentlich auch mitgebucht haben). Aber Wurscht, hat ja alles geklappt. Jetzt noch den Tank vollmachen und auf geht‘s gen neuen Abenteuern…

Nach einer guten Stunde kommen wir in die Blue Mountains. Es geht ganz schön steil bis auf gut 1000 Meter hoch. Das das für die damaligen Siedler eine fast unüberwindbare Barriere war, kann man sich hier wirklich gut vorstellen. In Katoomba fahren wir zuerst noch rasch Lebensmittel kaufen und dann auf den Campsite – und erleben hier eine herbe Enttäuschung: Alles ausgebucht! Man macht uns auch keine Hoffnung, woanders was zu finden „very busy these times“. Mhm, also bleibt uns nur ein Freecamp im Park. Da es momentan eh regnet, beschließen wir, gleich zum Camp zu fahren und heute lieber zu relaxen. Das Camp ist echt toll – mehrere Stellplätze unter großen Bäumen direkt an einem kleinen Bach. Super! Außer uns ist kaum einer hier, wobei sich das im Laufe des Nachmittags und frühen Abend noch dramatisch ändert. Einer nach dem anderen kommen die kleinen Jucy und Hippie-Campers an und Ruck Zuck ist der Platz voll. Da einige schon wieder enttäuscht abfahren, bieten wir einem netten Franzosen-Pärchen an, neben uns zu parken.

Zum Abendessen grillen wir uns auf ganz traditionelle Art und Weise (für die Eingeweihten: Braai) leckere Burger über dem Feuer. Toll! Endlich nicht nur so eine heisse Platte über einem Gasbrenner… ;-).

Um 21 Uhr schlägt die Stimmung plötzlich um – aus unserer Zappel-Nora wird ein kleines Qängelkind, das uns unmißverständlich zu verstehen gibt, dass es gerne schlafen mag. Nun denn, es ist ja eh schon dunkel. Let‘s call it a day.