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Fotokunst

29.12. – Three Sisters und Beach (denkste Puppe…)

29.12. – Three Sisters und Beach (denkste Puppe…)

Wow, heute Nacht ist es echt kühl geworden, aber neben dem leise gurgelnden Bach schläft es sich ganz hervorragend. Da im Osten die steilen Klippen der Blue Mountains stehen, dauert es doch eine ganze Weile, bis die Sonne in „unser“ Tal scheint. Macht ja nichts, wir haben ja nichts zu verreissen…

Gemütlich frühstücken wir in der Sonne und schmieden Pläne für den Tag. Wir wollen uns bei dem tollen Wetter dann heute mal die 3 Sisters anschauen und mit der Schwebebahn über den Abgrund gondeln und anschließend wieder zum Meer zurück. Gesagt, getan. Wir packen unsere Sachen und satteln die Hühner. Mit einem bisschen jonglieren kriegen wir den Van auch aus der Lücke und wieder raus auf die Piste – Dank Nats Ein-, äh Auswinkkünsten und Rückfahrkamera. In Katoomba drehen wir dafür erst einmal ein paar Runden, denn es gibt keinen Parkplatz (weil alle anderen auf denen für Caravans stehen…). Aber dann sehen wir, das genau gegenüber vom Geschehen ein großer Rasenparkplatz, der eigentlich für irgendwelche Events vorgesehen ist, geöffnet ist. Super! Voller Vorfreude schnappen wir uns die Nora und das Kamerazeug und stiefeln los. Am Eingang zur Scenic World wird dann aber unsere Vorfreude jäh gedämpft: Eine irre lange Schlange steht hier, als würde es „damals“ unvorhergesehen Bananen oder Apfelsinen geben…. So ein Sch…! Das können wir mit der Nora auf keinen Fall machen, denn wir würden hier mindestens, wenn nicht noch mehr Stunden in der prallen Sonne stehen. Mhm, was nun? Ah, da hinten geht es zum Rundweg, dann schauen wir doch mal! Gute Idee, denn so sehen wir die atemberaubende Schlucht und die tollen Aussichten auch ohne Anstehen und Gewackel – und vor allem „for free!“. Es geht zwar über einige Stufen, aber wir sind vorsichtig (aus Erfahrung wird man halt klug…) und laufen langsam. Wahnsinn, was für ein Panorama! Wir sehen auch mehrmals die Schwebebahn fahren, aber da passen maximal 25 Leute rein und die Schlange war bestimmt mehrere Hundert lang. Ob die also alle heute noch rankommen? Na, uns schert es ja nun nicht mehr – wir haben alles gesehen und kehren den Blue Mountains den Rücken.

Auf geht‘s in Richtung Küste, die Strände rufen. Knapp 200km liegen vor uns, die aber dank High- und Freeway schnell abgerockt sind (trotz Maximallimit von 100-110kmh…). Leider erleben wir dann eine unschöne Überraschung: Alles voll. egal wohin wir kommen, egal wo wir anrufen. Es ist wie zum Mäuse-Melken! Offenbar streben hier alle über Weihnachten und Jahreswechsel ans Meer (kann man ja auch keinem Verübeln). Den Fahrkünsten ist das ganze ziemlich zuträglich, denn nicht immer dürfen wir über den Campsite wenden, sondern müssen manchmal über verwinkelte Einfahrten und Brücken zurückstoßen, wie zum Beispiel in Bulli (cooler Name, oder?). Zum Glück sind die anderen Autofahrer auch recht gelassen und lassen einen gewähren – „no worries“ halt.

Dann kommt uns eine Idee – es gibt hier einen kleinen State Park mit Campingplatz, da müsste doch was gehen, oder? Tja, müsste, oder halt auch nicht. Dabei sieht es echt toll aus hier, Hilft aber nichts, wir müssen weiter. Immerhin hat der Typ an der Rezeption so nett und gibt uns den Tipp nach Jamberoo zu fahren, da gäbe es im Ort einen Park mit Stellplätzen für Camper – und vor allem wieder „for free“. OK, dann wollen wir mal. Beim ersten Anlauf düsen wir glatt vorbei, denn wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Blöd, denn die nächsten 5 Kilometer gibt es für uns keine Möglichkeit zu wenden. Aber auf  der Rücktour finden wir dann die Einfahrt. Es ist eigentlich ein großer Sportplatz, an dessen Rand es gestattet ist, mit dem Camper zu übernachten. Es sind nicht wirklich viele Plätze, aber wir finden noch einen Slot und sind froh! Wir sind echt erledigt und haben keinen Bock mehr. Erst mal ein Bierchen, dann sehen wir weiter! Die Leute hier sind echt hilfsbereit und immer für ein Schwätzen zu haben. Wir leihen uns einen langen Schlauch zum Wasser auffüllen (ist ja schon der zweite Tag ohne „Anschluß“) und kochen uns was leckeres zu Abend. Heute gibt es nichts vom Grill, sondern Hähnchen-Curry. Auch sehr lecker! Anschließend stecken wir Nora noch unter die Dusche (bzw. in die Waschschüssel) und beschließen den Tag. Morgen brauchen wir einen anderen Plan…!